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Historisches

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Im Hof, an den Nord- und Ostseiten (heute Zaun zur Wiese bzw. Sandsteinmauer zur „Hohle“), standen damals mehrere Ställe und Lagerschuppen. Dass ein bisschen Landwirtschaft betrieben und Haustiere gehalten wurden, beweist u. a. eine Aussage in einem Brief BERTHA BREHMs an ihre Schwiegertochter Mathilde vom 21. Juni 1875: „... Leila bekommt ein kleines Schwein zu füttern, Thekla eine junge Ziche, Frieda eine Katze, Horst den alten Hund...”(2)

 

Die Söhne ALFRED BREHM [seit 14.05.1861 verheiratet mit MATHILDE REIZ (1840-1878) aus Greiz und 1870 Vater von 4 Kindern] und REINHOLD BREHM [seit 02.09.1861 verheiratet mit MARIA DE LAS ANGUSTIAS LAUREN (DE MORENTIN) und 1870 Vater von mindestens 2 Kindern] weilten, so oft es ihnen möglich war, zu Besuch bei ihrer Mutter in Renthendorf.

 

Reinhold entschloss sich aufgrund der inzwischen schon aufgetretenen Enge im kleinen Häuschen der Mutter, auf seine Kosten einen Anbau errichten zu lassen. Am 19. April 1870 legte Baumeister VOGEL (siehe oben) einen Kostenvoranschlag (Bausumme 925 Taler, 22 Silbergroschen und 9 Pfennige) dafür vor. Am 18. Mai 1870 akzeptierte REINHOLD BREHM (1830-1891) in Madrid unter drei Bedingungen, wozu u. a. die Vollendung des Baus bis zum 15. Juni 1870 gehörte, das Angebot. Wahrscheinlich ist nicht alles so gelaufen wie geplant, denn der Anbau wurde erst Ende Juli von Reinhold mit Familie bezogen.

 

Am 24. Juli schrieb BERTHA BREHM u. a. an Reinhold: „... Die Maler sind hier und streichen die Fußböden unter 8 Tagen darf ich nicht hinein, sehr schön wird Alles ich denke Du wirst mit uns zufrieden sein, Euer Stuben sind fertig doch müßt Ihr bis Sonntag oder Sonnabend in Deiner blauen Stube schlafen ...Schreibe mir nur sogleich. Köchers Traugott will Dein Gepäck in Gera holen der Zentner 5 gl, es ist auch Wein abzuholen ...”.(3)

 

Die Witwe C.L. BREHMs starb am 13. Februar 1877 im Alter von 69 Jahren. Sie verfügte, dass ihre Söhne Alfred und Reinhold das Grundstück mit Haus und Zubehör zu gleichen Teilen erhalten sollten. Der Sohn Arthur war schon 1876 verstorben, nur Rudolph und Edgar waren noch zu Hause.

 

Das Haus wurde nun vor allem in den Sommermonaten von Alfred und Reinhold mit ihren Familien genutzt. Aber auch ihre Tante CÖLESTINE ZILLE geb. REIZ (1821-1892) aus Leipzig hielt sich gern mit ihren Kindern hier auf , nutzte zwei Zimmer im Obergeschoß und teilte sich die Küche mit den jeweils anderen Anwesenden. Ansonsten kümmerten sich die im Brehmhaus angestellte Haushälterin und die Familie des Vormunds um Rudolph, welcher auch des öfteren an epileptischen Anfällen litt, und Edgar. Rudolph starb im November 1878. Edgar zog wahrscheinlich später nach Kleinebersdorf zu PFÜTZNERs, wo er dann im Oktober 1900 verstarb.

 

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