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Historisches

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 Der damalige Schulleiter GUSTAV BOLDT (1896-1980) wurde als „kommissarischer Leiter” eingesetzt und kümmerte sich bis zum Herbst 1969 um die Gedenkstätte. Zunächst ging er mit interessierten Besuchern ins Haus, kramte einige Reise-Utensilien Alfred Brehms und Dinge aus dem Familienbesitz heraus und erzählte dazu Geschichte(n). Später wurden in einem Raum im Erdgeschoß ausgewählte Dokumente unter Glasplatten auf Tischen und in Rahmen an der Wand gezeigt. Nach über Jahre sich hinstreckenden Arbeiten zur Sicherung der Bausubstanz (Dachreparatur; Ausbessern des Mauerwerks; Einsetzen neuer Fenster, Instandsetzung der Kanalisation) wurde die damals Brehm-Gedächtnisstätte genannte Einrichtung am 1. Mai 1957 mit drei Ausstellungsräumen (Wohnstube, Wohn- und Arbeitszimmer, Sterbezimmer) und einem Vortragsraum offiziell eröffnet. Bereits 1954 war anlässlich des 125. Geburtstages von A.E. BREHM am Brehmhaus eine Gedenktafel an der zur Kirche zeigenden Giebelseite angebracht worden. Im Rahmen von Veranstaltungen zum 100. Todestag von CHRISTIAN LUDWIG BREHM besuchten am 20. Juni 1964 prominente Gäste aus Wissenschaft und Politik die Gedenkstätte, darunter erstmals Prof. Dr. HEINRICH DATHE (1910-1991) aus Berlin, in dessen Tierpark Berlin-Friedrichsfelde 1963 auch ein Alfred-Brehm-Haus eröffnet worden war (als Heimstatt für die tropische Flora und Fauna).

 

1967 weilte ein Filmteam mit Kameraleuten aus der UdSSR und dem DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme unter der Leitung von Professor DOLIN aus Moskau in Renthendorf, um Dreharbeiten für eine Brehm-Filmbiographie durchzuführen. Ähnliches wiederholte sich im Brehmhaus mit Fernsehteams u. a. in den Jahren 1979, 1984, 1987, 1989, 1996 und 2000.

 

Ende Mai 1970 übernahm WILLI BEER die ehrenamtliche Leitung der Brehm-Gedächtnisstätte (G. BOLDT war 1968 nach Gera gezogen) und veranlasste die Ausarbeitung einer Entwicklungskonzeption für die Einrichtung (vom Kreistag Stadtroda 1975 beschlossen), welche u. a. zwecks Profilierung des Hauses auch auf die Schaffung einer hauptamtlichen Stelle für den Museumsleiter hinauslief.

 

Bevor es soweit war, wirkte von September 1974 bis Ende Juli 1975 MANFRED JECHE im Brehmhaus. Erster hauptamtlicher Leiter wurde 1976 der gelernte Kfz-Mechaniker und Hobbyornithologe EDGAR WOLF aus Münchenbernsdorf (Mitarbeiterin wurde seine Frau Thea Wolf). Während seiner Amtszeit wurden bis 1981 umfangreiche Restaurierungsarbeiten am und im Haus vorgenommen. Die Fläche vor der Südfront des Hauses wurde im Stile der 1870er Jahre als Rondellgarten gestaltet. Außerdem wurde ein fester Zugangsweg für die Besucher durch das „Wäldchen” gebaut. In den Räumen und Fluren legte man Spuren der Wand- und Deckengestaltung aus Brehms Zeiten frei und rekonstruierte diese in monatelanger, teils komplizierter Arbeit. Zwischendurch sind auch Nachtspeicheröfen eingebaut und im ehemaligen Waschhaus eine neue Toilettenanlage geschaffen worden. Der Museumsleiter wurde bei den Arbeiten von Maler LUDWIG MARESCH und Mitgliedern der Fachgruppe Ornithologie Münchenbernsdorf sowie Helfern aus Renthendorf und Umgebung (ELFRIEDE RICHTER, ELSE SCHLEICHER, ADALBERT SCHLEICHER, PAUL STÖCKEL u. a.) unterstützt.

 

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