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TV-Doku über "Tiervater"

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 Umfangreiche Dreharbeiten über Dr. Alfred Brehm sollen Mitte April in Renthendorf beginnen

 Renthendorf:

Studio Hamburg, einer der größten Fernseh- und Spielfilmproduzenten in Deutschland, bereitet eine aufwändige TV-Dokumentation über das Leben und Werk von «Tiervater» Dr. Alfred Edmund Brehm (1829-1884) vor. Zu diesem Zweck besuchte jetzt ein verantwortliches Produzenten-Team Renthendorf, um vor allem das Wohn- und Sterbehaus des weltberühmten Naturforschers und Schriftstellers («Brehms Thierleben»), die heutige Brehm-Gedenkstätte, in Augenschein zu nehmen. Denn gedreht werden soll ausschließlich an Originalschauplätzen.

Bei einem Rundgang durch die Brehm-Gedenkstätte zeigten sich Film-Produzent Dietrich Duppel, ­Redakteurin Monika Schäfer und ­Regisseur Kai Christiansen ­von der Gestaltung der Memorialräume (Wohn- und Arbeitszimmer) begeistert, die mit wertvollem Mobilar aus Brehms Besitz eingerichtet sind. Christiansen, der erst kürzlich eine Doku über den ­legendären Baron Hieronymus von Münchhausen erstellt hat (Erstausstrahlung, am 19. Januar auf ARTE). «Diese wunderbare Authentizität hatte ich in Renthendorf nicht erwartet.»

Im Beisein von Gedenkstättenleiter Dr. Jochen Süß wurden Einzelheiten des Filmprojekts besprochen. So soll nach Angaben von Produzent Duppel Mitte April mit den Dreharbeiten in Renthendorf begonnen werden. Neben der Gedenkstätte sollen auch das Pfarrhaus, in dem Alfred Edmund Brehm geboren wurde und der Renthendorfer Friedhof, auf dem der populäre Naturforscher seine letzte Ruhestätte fand, mit einbezogen werden.

Der Dokumentationsfilm, der auch Brehms Afrika-Reisen und seine Tätigkeit als Leiter des Zoos in Hamburg umfasst, ist auf zwei Sendungen mit jeweils 52 Minuten Länge angelegt. Die Ausstrahlung soll im Abendprogramm von ARTE erfolgen. Der Sender ist auch Auftraggeber des Projektes. Der Sendetermin ist für das kommende Jahr vorgesehen. Angedacht sind weitere Ausstrahlungen in den Programmen der ARD.

Wer in dem TV-Zweiteiler den jungen und alten Alfred Brehm in Spielszenen verkörpern wird, dazu konnten die Verantwortlichen noch keine Angaben machen. Produzent Duppel: «Wir sind diesbezüglich noch in Verhandlungen.» Fest steht bereits, dass ein Gegenstand aus dem musealen Gedenkstätten-Bestand zu einer ganz besonderen Rolle kommen wird: Es ist das wohl letzte Jagdgewehr des Naturforschers. Der damalige Renthendorfer Bauhof-Mit­arbeiter Wolfgang Wetzel hatte die als verschollen geglaubte Waffe im Sommer 1990 bei Restaurierungsarbeiten an der Brehm-Pfarrscheune entdeckt. Sie war in einem ausgehölten Fußbalken versteckt. Mit dem Gewehr - eine doppelläufige Flinte vom Kaliber 16 - sollen für die Brehm-Doku Jagd­szenen nachgestellt werden.

 

20.02.2013 / TopPress/ Friedhelm Berger

 

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