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Weltweiter Hilferuf

Geschrieben von Friedhelm Berger am . . Zugriffe: 3076

 Die Brehm-Gedenkstätte in Renthendorf benötigt dringend eine halbe Million Euro für die Sanierung

Renthendorf: Not macht erfinderisch: Mit einer symbolträchtigen Klappkarte, aus deren Mitte sich beim Öffnen eine dreidimensionale Abbildung der Brehm-Gedenkstätte erhebt, hat der Träger der Einrichtung einen weltweiten Spendenaufruf verschickt. Hintergrund: Für die Sanierung des Gebäudes, in dem der berühmte Naturforscher Dr. Alfred Brehm («Brehms Thierleben») am 11. November 1884 starb, werden dringend rund 500.000 Euro benötigt.

«Durch unglückliche Umstände ist die Brehm-Gedenkstätte in einen baulich extrem bedenklichen Zustand geraten und es droht die Schließung», heißt es in dem Hilferuf in deutscher und englischer Sprache. Außerdem: «Solche authentischen Orte von internationaler Bedeutung sind sehr selten. Ihr Verlust ist nicht hinnehmbar. Den weiteren Verfall der Gedenkstätte zu verhindern, ist unser erklärtes Ziel.»

Der Spendenaufruf ist mit dem Appell «Mit ihrer Hilfe bleibt das Brehm-Haus erhalten» versehen. Er richtet sich vor allem an Firmen und Körperschaften, aber auch an private Geldgeber. Die Idee zur Briefaktion stammt vom Grafiker Robert Voss aus Halle?/?Saale. «Hoffentlich fühlen sich viele Empfänger durch meine Klappkarte angesprochen und werden zu Spendern», wünscht sich der 42-jährige. «Denn der wissenschaftlich historische Ort muss unbedingt für die Nachwelt erhalten bleiben. Hier schrieb Brehm seine illustrierten Tiergeschichten, mit denen Generationen von Kindern aufgewachsen sind.»

Das 1864 erbaute Gebäude mit Original-Inventar übereignete 1952 ein Brehm-Erbe der Gemeinde Renthendorf (aktuell 425 Einwohner). Diese verpflichtete sich, das Haus als Gedenkstätte zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Als die Gemeinde 2012 die Eigenmittel für den Unterhalt nicht mehr aufbringen konnte, übernahm ein Zweckverband die Trägerschaft. Er besteht aus der Eigentümerin und fünf kleinen Kommunen aus der Nachbarschaft. Diese haben zwar auch keine halbe Million für die Sanierung des denkmalgeschützten Brehm-Hauses, kennen aber Leute mit hilfreichen Ideen.

08.05.2013/Friedhelm Berger/Top Press

Spendenkonto

Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Konto 263 667 004 (BLZ 370 800 40). Verwendungszweck: Kennziffer 1008081 Brehm-Gedenkstätte.

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