FacebookTwitterRSS Feed

Geldsegen für Brehm-Haus

Geschrieben von Friedhelm Berger am . . Zugriffe: 5704

 

Sparkassen-Kulturstiftung unterstützt groß angelegtes Sanierungs-Konzept - TV-Dokumentation über den berühmten Tiervater hat Premiere auf Hamburger Filmfest

 

Renthendorf:

Wenn das nicht zwei tolle Nachrichten für die Brehm-Gedenkstätte in Renthendorf sind:

Nachricht 1: Die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen hat einen Geldsegen für die zwingend notwendige Sanierung des denkmalgeschützten Objektes ausgelöst und will sich nach eigenen Angaben auch künftig in die Pflicht nehmen lassen.

Nachricht 2: Die abgedrehte TV-Dokumentation über das aufregende Leben von Tiervater Alfred Brehm (1829-1884) hat am 29. September auf dem Filmfest in Hamburg Premiere und soll anschließend Millionen Fernsehzuschauer auf das bedeutende Kultur-Erbe aufmerksam machen.

 

 «Weil wir einen geforderten Eigenanteil in Höhe von 6.000 Euro bereit gestellt haben, konnten 68.000 Euro Fördermittel des Landes für erste Sanierungsmaßnahmen ausgereicht werden», sagte Dr. Thomas Wurzel, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung am Montag bei einem Besuch in Renthendorf. Anfang September hatte die Stiftung bereits 10.000 Euro zum «Thüringer Förderpreis Denkmalpflege» - er ist mit insgesamt 30.000 Euro datiert - beigesteuert.

Dazu Dr. Jochen Süß, Leiter des Brehm-Hauses: «Zusammen mit eingegangenen Spenden haben wir insgesamt 110.000 Euro auf dem Konto. Damit können wir die Bausubstanz sichern und gleichzeitig damit beginnen, die Authentizität des Brehm-Hauses wieder herzustellen». So wurden die Fenster des 1884 errichteten Gebäudes bereits ausgebaut. Sie sollen durch Nachbauten aus der Zeit des Hausbaus ersetzt werden. «In drei bis fünf Jahren soll die Generalsanierung abgeschlossen und der Charme des ursprünglichen Hauses wiederhergestellt sein», hofft Süß: «Je nachdem wie weitere Mittel fließen». Für 2014 wird der Finanzbedarf auf rund 200.000 Euro geschätzt. «In jedem Falle wird es eine gläserne Baustelle geben», versichert der Gedenkstättenleiter. «Denn die Leute sollen immer sehen können, was mit Spenden- oder Fördergeldern passiert.»

Die im April an Originalschauplätzen in Renthendorf gedrehte TV-Doku über das Leben des berühmten Naturforschers Alfred Brehm («Brehms Tierleben») wird erstmals am 29. September vor Publikum aufgeführt, und zwar innerhalb des Hamburger Filmfestes. Voraussichtlich an den Weihnachtstagen soll der Zweiteiler (jeweils 52 Minuten) dann im Abendprogramm von ARTE Millionen Fernseh-Zuschauern präsentiert werden. Titel: «Alfred Brehm - Die Gefühle der Tiere». Gedenkstätten-Leiter Dr. Jochen Süß, der bereits Filmausschnitte sehen konnte: «Es ist eine sehr emotionale Dokumentation geworden - mit einem glänzenden Vladimir Burlakov in der Hauptrolle.»

· Das Brehm-Haus wurde nach dem Tod von Alfred Brehms Vater, dem Ornithologen und «Vogelpastor» Christian Ludwig Brehm, auf Veranlassung der Mutter 1864 erbaut.

· Fünf Jahre später ließ Reinhold Brehm, ein jüngerer Bruder von Alfred und Arzt in Madrid, das Wohnhaus durch einen «spanischen Flügel» erweitern. Bertha Brehm - sie starb 1877 - hinterließ ihren Söhnen das Haus und Grundstück.

· Im April 1884 verlegte Alfred Brehm seinen Wohnsitz von Berlin nach Renthendorf, nachdem er den Anteil des Bruders erworben hatte.

· Am 11. November 1884 starb der «Tiervater» in dem Renthendorfer Anwesen.

· 1952 wurde es von einem Erben auf die Gemeinde Renthendorf als Gedenkstätte übertragen.

· Das Brehm-Haus wird jährlich vom Zweckverband Brehm-Gedenkstätte mit 14.000 Euro, vom Saale-Holzland-Kreis mit 5.100 Euro und vom Land Thüringen mit 38.000 Euro unterstützt.

25.09.2013/Friedhelm Berger/Top Press

Spendenbutton

Unterstützen Sie die Arbeit des Förderkreises Brehm e.V.

Betrag EUR